AG Streuobstwiesenfreunde

Allgemeines

Seit einigen Jahren wurde im Heimatverein die Anlegung einer Streuobstwiese in Gemen erörtert. Ziel war es, im Sinne der Satzung des Heimatvereins ein nachhaltiges, naturfreundliches und traditionelles Projekt anzulegen.

Deshalb waren Verantwortliche des Heimatvereins erfreut darüber, als diese von der Hegmannsstiftung und der Stadt Borken als möglicher Vertragspartner des Projekts „Streuobstwiese“ angesprochen wurden und eine diesbezügliche Vereinbarung unterschreiben konnten.

Anfang 2021 wurde das Projekt umgesetzt. Auf einer Fläche von 12000qm stehen nun ca. 100 Bäume verschiedener Obstsorten.

Diese Fläche wurde zuvor als Maisanbaufläche genutzt. Nun dient sie vielen Singvögeln, Bienen und Insekten als neue Heimat.

Aktuell hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die von Vereinsmitgliedern des Heimatvereins Borken e.V. geleitet wird. Diese AG ist offen für alle Interessierte, somit auch für Nichtmitglieder des Heimatvereins Gemen e.V.

Ansprechpartner:

E-Mail: streuobstwiese@heimatverein-gemen.de

Projektkoordinatoren: Dr. Bernd Braunert, Günther Dirks

02861 5985 und 02861 64358

Was sind Streuobstwiesen?

Es handelt sich dabei um die traditionelle Kulturform des Obstanbaues, bei der die Obstbäume verschiedener Arten auf Grünland stehen.

Diese von Menschen geschaffene Kulturlandschaft kann als die historische Form des Obstanbaus bezeichnet werden. Die Tradition der Streuobstwiesen kann bis in das Altertum zurückverfolgt werden. Auf den Streuobstwiesen stehen verstreute hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlicher Arten und Sorten. Der moderne, intensive Obstanbau ist dagegen von niederstämmigen Obstsorten in Monokultur geprägt.  

Heute sind Streuobstwiesen insbesondere wertvolle Biotope und haben daher auch eine erhebliche Nachhaltige und ökologische Bedeutung.

Unzählige Insekten finden hier auf verschiedenen Ebenen ihre Nahrung und Unterschlupf. Diese Insekten sind nun wieder Nahrung für eine Vielzahl von Vogelarten und Kleinsäugetieren Eine besondere Bedeutung haben Streuobstwiesen als Lebensräume für Honigbienen sowie für die unterschiedlichen Arten von Wildbienen

Streuobstwiesen und Zukunft

Durch immer mehr Bebauung und die Intensivierung der Landwirtschaft wurde der arbeitsaufwendige und kostenintensive   Hochstammobstanbau (Streuwiese) für die finanzielle Vermarktung unrentabel. So zählen die Streuobstwiesen heute zu den wichtigen und nachhaltigen Kulturlandschaften.

Es liegt auch an uns, diese Kultur auch für unsere Nachkommen zu erhalten/ zu sichern.

Die Streuobstwiese in Gemen, Hagenstiege, Eingang Sternbusch

Ihre Lage zwischen Wohnbebauung und Wald sowie der Zugangsweg zum Sternbusch mit der Vielzahl alter hochstämmiger, höhlenreicher Altbäume macht diese Fläche besonders schützenswert.

Auch ist diese Fläche für Besucherinnen und Besucher sehr gut erreichbar.

Diese Streuobstwiese ist der Allgemeinheit gewidmet und kann somit jederzeit von Interessierten betreten werden. Ebenso können die Früchte der Bäume von Jedermann geerntet und verwertet werden.

Die Pflege der Streuobstwiese

Die angelegte Streuobstwiese benötigt nur ein geringes Maß an Pflege. Eine ein – zweimalige Mahd im Jahr erfolgt zu naturschutzfachlich abgestimmten Zeiten. Zu diesen Zwecken ist die Beweidung mit Schafen vorgesehen.

Ebenso müssen die Baumkronen der verschiedenen Bäume regelmäßig mit Gehölz schonenden Schnitten gepflegt werden. Diese Arbeiten werden grundsätzlich unter Beteiligung von Fachbetrieben durchgeführt.

Was können Sie tun?

Sie können die Pflegepatenschaft für die Pflege einzelner Obstbäume übernehmen und z.B. anlassbedingt bei der Bewässerung der Bäume helfen.

Die Entwickelung der Streuobstwiese in Bildern (Siehe Bildergalerie)

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