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Achter de Waake Es ist neben der Freiheit die älteste bebaute Straße von Gemen. Die Übersetzung aus dem Plattdeutschen lautet: „Hinter der Wache“. Bis 1860 gab es nur eine Zufahrt zum Schloss und zwar durch die Freiheit. Erst dann gab es die Zufahrt von Süden von der heutigen Coesfelder Straße. Es gab an der Brücke zum Schloss eine Wache, daher der Name.
Ein markantes Gebäude in dieser Straße war der Schleusenturm, der den Wasserstand vom Schlossteich zur Aa hin regulierte. Diese Straße erschloss die hintere Bebauung der Burgmannshäuser in der Freiheit .
Ahauser Straße Richtungsanzeige. Schon von altersher einzige Verbindung nach Borken, daher der frühere Name „Borkener-Straße“. Während des 3. Reiches wurde die Straße umbenannt in „Straße der SA“. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt sie wieder den alten Namen „Borkener-Straße“. Nach der kommunalen Neugliederung 1969 wurde die Straße umbenannt in „Ahauser Straße“, da eine Doppelnennung eines Straßennamens im neuen Stadtgebiet nicht mehr möglich war.
Bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung im Jahre 1988 verliefen über diese Straße die Bundesstraße 70 von Wesel nach Emden und die Bundesstraße 67 von Rees nach Münster. Dieses war für Gemen eine enorme Verkehrsbelastung. Geprägt war diese Straße über viele Jahrzehnte durch seine herrliche Kastanienallee, die 1958 dem Straßenausbau weichen musste und durch 4 Villen der Fabrikantenfamilie Lühl.
Ahnenkamp  
Albertslundstraße Albertslund (Dänemark) ist Partnerstadt von Borken seit 1987
Albrecht-Dürer-Straße Albrecht Dürer der Jüngere, auch Duerer (*21, Mai 1471 in Nürnberg, † 6. April 1528 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker von europäischem Rang. Er war ein bedeutender Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation.
Alter Kirchweg  
Am Grenzbach Der Grenzbach entspringt im Rambrook – heute Gewerbegebiet Borken-Ost – fließt am Kreuzberg (Beckenberg) vorbei, verläuft parallel zur Raiffeisenstraße und bildet ab hier die Grenze zwischen Borken und Gemen. Kurz vor der Einmündung der Straße „Am Grenzbach“ in die „Raiffeisen-Straße“ ist der Grenzbach verrohrt. So läuft er verrohrt weiter unter dem Gelände des Raiffeisenmarktes und der Ahauser Straße und kommt zwischen dem Wohnhaus Kolks und der Avia-Tankstelle
der Firma Klöcker wie der ans Tageslicht. Als offener Graben verläuft er am Betriebsgelände der Spedition Borchers vorbei, unterquert die ehemalige Bahnstrecke nach Burlo, durchquert das Gelände des Schönstatt-Mutterhauses und fließt dann in die „Borkener Aa.“
Am Korott Alte Flurbezeichnung
Am Sternbusch  
Auf der Sengelbree  
Augustin-Wibbelt-Straße Augustin Wibbelt (* 19. September 1862 in Vorhelm, heute Ortsteil von Ahlen; † 14. September 1947 ebenda) war ein deutscher Geistlicher und westfälischer Mundartdichter und -schriftsteller.
Bachstraße Johann Sebastian Bach (*31. März in Eisenach, † 28. Juli 1750 in Leipzig), war ein deutscher Komponist des Barock. Er gilt heute als einer der größten Tonschöpfer aller Zeiten, der die spätere Musik wesentlich beeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind.
Beethovenstraße Ludwig van Beethoven (* getauft 17. Dezember 1770 in Bonn † 26. Juli 1827 in
Wien) war ein Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die
Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik
den Weg bereitet hat.
Birkenkamp  
Böhmerstraße Jakob Böhme (*1575 in Alt Seidenberg bei Görlitz; †17. November 1624 in Görlitz) war ein bekannter deutscher Mystiker, Philosoph und christlicher Theosoph. Hegel nannte ihn den „ersten deutschen Philosophen“.
Diese Namensdeutung ist nur eine Vermutung, da hier das „r“ im Namen Böhme fehlt. Diese wird jedoch bestätigt durch 3 Straßen in der Nachbarschaft, die den Namen evangelischer Theologen tragen.
Böinghookweg Bezeichnung gewählt nach der Bauernschaft
Bömelbergstraße Aloys Sebastian Reichsfreiherr von Bömelberg zu Erolzheim , Herr zu Gemen und Raesfeld 1800 – 1806, Besitzer der ehemaligen Herrschaft Gemen und der Herrlichkeit Raesfeld 1806 – 1822.
Am 5. Dezember1800 stirbt Ferdinand August, der letzte Spross der Grafen von Limburg-Styrum aus dem Hause Gemen im Alter von 15 Jahren. Laut Testament seines Großvaters wird Aloys Sebastian von Bömelberg Erbe von Gemen und Raesfeld. Am 18. Mai 1822 verkaufte er die Herrschaft Gemen und die Herrlichkeit Raesfeld an den Reichsfreiherrn Ignaz von Landsberg-Velen.
Bonhoefferstraße Dietrich Bonhöffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenburg) war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der bekennenden Kirche und deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Brahmsweg Johannes Brahms (* 7. Mai 1833 in Hamburg † April 1897 in Wien) war ein deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, dessen Kompositionen man der Romantik zuordnet. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Bramesfeldstraße Heinrich Bramesfeld (1862 – 1947) – Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Gemen vom 10. August 1888 bis 31. Oktober 1930. Er starb am 10. Februar 1947 in Bocholt.
Bramgaustraße In der Zeit, als Sachsen, Franken und Alemannen das Gebiet zwischen Rhein und Elbe beherrschten, wurde das Gebiet des Münsterlandes in 5 Gaue aufgeteilt. Der Bramgau – Bram = Ginster – umfasste etwa den Bereich des heutigen Kreises Borken. Bramgau = „Land up dem Brame“
Brucknerstraße Josef Anton Bruckner (* 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich, † 11. Oktober 1896 in Wien) war ein österreichischer Komponist der Romantik sowie Organist und Musikpädagoge Seine bedeutendsten und wohl auch bekanntesten Kompositionen sind die groß angelegten Sinfonien. Desweiteren hat er vor allem die Kirchenmusik um wichtige Werke (darunter drei große Messen und das Te-Deum) bereichert. Bruckner galt zudem als einer der größten Organisten der Musikgeschichte; Bewunderung riefen seine Improvisationen hervor.
Brümmerstraße Fritz Brümmer, Schankwirt und Bäcker in Gemen – er war 1870 Gemeindevorsteher in Gemen und Kreistagsabgeordneter –1870 wurde Brümmer Amtmann in Gemen, 1873 wurde er Amtmann beim Amt Marbeck-Raesfeld.
Burgbezirk Der engere Bezirk der Jugendburg
Burloer Straße Bis Anfang der 1970er Jahre beschränkte sich die Bezeichnung „Burloer Straße“ nur auf die Häuser der ehemaligen Stadt Borken. Heute ist die Straße stadtteilübergreifend und umfaßt auch die Häuser und Höfe an dieser Straße, die zum Stadtteil Gemen gehören. Die Burloer Straße endet an der Straßengabelung beim Hof Wübbels.
Buterkamer  
Coesfelder Straße Richtungsweisend. Die ehemalige Ramsdorfer Straße wurde Anfang der 70er Jahre umbenannt in Coesfelder Straße. Die Begründung hierzu siehe 2 – Ahauser Straße. Bis zur Fertigstellung der heutigen Bundesstraße 67 über Merfeld nach Dülmen, verlief hier die damalige B 67 von Rees kommend über Borken, Gemen, Coesfeld nach Münster.
Die Ramsdorfer Straße umfasste nur die Häuser, die zur Stadt Gemen gehörten. Letztes Haus war Elskamp. Die weiteren Häuser gehörten zur Gemeinde Gemen Kirchspiel (Gemenkrückling). Heute verläuft die Coesfelder Straße bis zur Stadtgrenze zu Ramsdorf.
Cordulastraße Cordula war die Tochter von Heinrich IV.,dem letzten Edelherrn von Gemen 1455 - 1492. Er heiratete 1439 Anna von Wevelinghoven, die Erbin der Herrschaft Wevelinghoven. Aus dieser Ehe sind 2 Töchter hervorgegangen. Katharina heiratete 1458 den Grafen Arnold von Bentheim-Steinfurt und Cordula in 1. Ehe 1457 Goswin von Strecke, Erbmarschall des Herzogs von Kleve, der 1475 kinderlos starb. In 2. Ehe heiratete sie Johann IV. Graf von Holstein-Schaumburg und Sternberg. Mit dieser Eheschließung ging die Herrschaft Gemen an das Haus Holstein-Schaumburg. Cordula starb am 3. Mai 1528. Mit dem Tode ihres Vaters im Jahre 1492 erlischt das Geschlecht der Herren von Gemen im Mannesstamm.
Dr.-Kubisch-Weg Dr. jur. Emil Kubisch ( * 16. Dezember 1881 in Münster; † 12. Mai 1971 in Gemen) wohnte seit 1890 in Gemen und war ein engagierter Heimatfreund und Forscher in heimatkundlichen Fragen. Hiervon zeugen seine über 40 Veröffentlichungen. Er war der erste Kreisheimatpfleger des Kreises Borken und viele Jahre im Vorstand der Heimatvereine von Ramsdorf und Borken. Er war maßgeblich an der
Gestaltung der Heimatmuseen in Borken und Ramsdorf beteiligt. Der Heimatverein Gemen hat einen Band mit seinen Aufsätzen zur Heimatkunde im Jahre 2005 herausgebracht.
Auf Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Gemen-Stadt vom 17. Dezember 1961 wurde dem Amtsgerichtsrat i.R. Dr. Emil Kubisch in Anerkennung seiner Verdienste auf kulturgeschichtlichem Gebiete im Raume Gemen-Borken aus Anlass der Vollendung seines 80. Lebensjahres zum Ehrenbürger der Gemeinde Gemen-Stadt ernannt. Er war der erste Ehrenbürger der Gemeinde.
Emil-Nolde-Weg Der deutsche Maler Emil Nolde (* 7. August 1867 als Hans Emil Hansen in Nolde, Gemeinde Burkall, † 13. April 1956 in Seebüll Neukirchen, Nordfriesland) war einer der führenden Maler des Expressionismus. Er ist einer der großen Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Nolde ist bekannt für seine ausdrucksstarke Farbwahl.
Fabianstraße Im Jahre 1373 entstand in der Freiheit eine von den Herren von Gemen gegründete und finanzierte Ortskirche für die hier ansässigen Burgmannen und sonstigen Ansiedler, Die Kirche wurde den Patronen Fabian & Sebastian geweiht. Mit der Einführung der Reformation im Jahre 1558 wurde diese Kirche von der lutherischen Gemeinde bis zum Zusammenschluss mit der reformierten Gemeinde 1818 genutzt. Im Jahre 1823 wurde die Kirche Fabian & Sebastian wegen Baufälligkeit
abgebrochen. Hier befindet sich heute das Schloß-Cafe.
Feldstiege  
Fookeskamp Die Bezeichnung ist auf einen ehemaligen Bauernhof Fooke zurückzuführen.
Heute wohnt die Familie Seelwische auf diesen Hof.
Franz-Liszt-Weg Franz Liszt im Ungarischen Liszt Ferenc (* 22. Oktober 1811 in Raiding, damals Königreich Ungarn, heute Österreich (Burgenland); † 31. Juli 1886 in Bayreuth) war Komponist, Dirigent, und einer der berühmtesten Pianisten der Romantik. Er wird als einer der prägnantesten Künstlerpersönlichkeiten der 19. Jahrhunderts betrachtet und ist als solche in die Literatur- und Filmgeschichte eingegangen. Seit seiner Nobilitierung durch Kaiser Franz Joseph I. Im Jahre 1869 lautet sein vollständiger Name Franz Ritter von Liszt.
Unter Nobilitierung (auch Standeserhebung) versteht man die Erhebung in den Adelsstand. Sie ist nur in Staaten mit monarchischer Staatsform möglich.
Freiheit Die Urzelle von Gemen.
Im 13. Jahrhundert war die vor der Burg gelegene Siedlung der Burgmannen, Handwerkern und Hörigen schon auf die Größe des heutigen Ortskerns gewachsen. Sie war schon zu dieser Zeit eine echte „Freiheit“, weil sie 1273 als eigener Rechtsbezirk beurkundet wird. Als Freiheit wird im Mittelalter ein Ort bezeichnet, der aus dem Rechtsbezirk des Landesherren ausgegliedert wird und damit einen besonderen Rechtsstatus besitzt. 1373 wurde in der Freiheit die Kapelle Fabian & Sebastian errichtet. Den Abschluss der Freiheit bildet die Stadtmühle. Ein genaues Datum der Errichtung ist nicht bekannt. Sie muss schon wesentlich vor 1639 bestanden haben, da in der Zeichnung von Dr. Georg Rave die Zuwegung zur „Neuen Mühle“ in Gemenwirthe schon eingetragen war.
Mit Unterstützung der Gräfin Charlotte Amalie von Limburg-Styrum entstand von 1705 – 1708 eine neue katholische Kirche in der Freiheit - heute Marienkirche. Ihr Sohn Otto Ernst Leopold bewirkte, dass die Missionsstation in eine Franziskanerresidenz verwandelt wurde, indem er 1719 das Franziskanerkloster stiftete.
Fritz-Reuter-Straße Fritz Reuter (eigentlich Heinrich Ludwig Christian Friedrich Reuter; * 7. November 1810 in Stavenhagen; † 12. Juli 1874 in Eisenach) gilt als einer der bedeutendsten niederdeutschen Schriftsteller.
Gartenstraße  
Gartenweg  
Gemener Diek  
Görings Esch Görings Esch war eine Flurbezeichnung, die zum eigenhörigen Bauernhof der Herrschaft Gemen, „Göring“, gehörte. In dem unter 85 – Krummenkamp – angeführte Ablösevertrag ist ebenfalls die Bezeichnung Görings Esch angegeben.
Heute wird der Hof Göring von Clemens Schäpers bewirtschaftet.
Goswinstraße Unter den Edelherren von Gemen befinden sich 3 Namensträger„Goswin“. Goswin I. 1139 – 1151,
Goswin II. 1230 – 1250. Auf der Bitte von Goswin II. wird Burlo zur Pfarre erhoben und scheidet aus dem Pfarrverband Borken aus.
Goswin III. 1280 – 1317. Sein Sohn Goswin V. Ist der Begründer der Linie Gemen, gnt. Pröbsting
Graf-Friedrich-Straße Friedrich Ludolf Graf von Landsberg-Velen und Gemen, Besitzer der Standesherrschaft Gemen und der Herrlichkeit Raesfeld von 1863 – 1898 wurde am 27. Januar 1815 in Münster geboren, starb am 15. Oktober 1898 in Gemen und wurde in der Familiengruft in der katholischen Kirche in Velen beerdigt.
Er veröffentlichte die Geschichte der Herrschaft Gemen von den Anfängen bis 1424. Dieses Buch befindet sich im Archiv des Heimatvereins Gemen.
Graf-Hermann-Otto-Weg Hermann Otto II. Graf von Limburg-Styrum, Herr zu Gemen 1657 – 1704 wurde am 1. April 1646 in Gemen geboren und starb am 8. Juli 1764 in Donauwörth. Er wurde in der Kirche Fabian & Sebastian in der Freiheit beigesetzt. Nach dem Tode seines Vaters 1657 sind als Vormund die Mutter Isabella und ihr Vater Alexander II. Graf von Velen und Megen zu Raesfeld Regenten der Herrschaft Gemen.
1675 belehnt der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg als Herzog von Kleve Hermann Otto mit der Herrschaft Gemen und der Vogtei über das Stift Vreden. Nach einem Streit, der über 160 Jahre gedauert hat, erkennt der Bischof von Münster, Friedrich Christian von Plettenberg die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Gemen im Jahre 1700 an. Nach 20-jähriger Bauzeit beendet Graf Hermann Otto im Jahre 1702 den Um-und Ausbau der mittelalterlichen Burg Gemen. Seit dieser Zeit hat kein größer Umbau stattgefunden.
Graf-Jobst-Weg Jobst II. Graf von Holstein-Schaumburg und Sternberg, Herr zu Gemen, Regent der Herrschaft Gemen 1557 – 1581 wurde um 1524 geboren und starb am 29. Mai 1581, beerdigt wurde er in der lutherischen Kirche (früher Fabian & Sebastian) in der Freiheit. Durch den Vertrag von Stadthagen von 1557 übernimmt Jobst die Herrschaft Gemen und wird Begründer der Gemener Linie. Otto IV. Bruder des Jobst II. tritt unter dem Einfluss seines Schwiegervaters, des Herzogs Ernst von Braunschweig-Lüneburg, zur lutherischen Reformation über. Jobst schließt sich an und Gemen wir 1558 lutherisch. Fortan dient die Kirche Fabian & Sebastian in der Freiheit der lutherischen Gemeinde als Gotteshaus.
Graf-Landsberg-Straße 1822 verkaufte Freiherr von Bömelberg die Herrschaft Gemen an Ignatius Freiherr von Landsberg-Velen: Mit dem Kauf war auch ein sehr umfangreicher Grundbesitz um Gemen herum eingeschlossen. Viele heutige Baugebiete waren damals im Besitz der Herrschaft Gemen. Am 15. Oktober 1840 erhielt Ignatius Reichsfreiherr von Landsberg-Velen und Gemen von Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen das Grafen-Diplom verliehen. Seit dieser Zeit führen die Besitzer der
Herrschaft Gemen den Titel Graf von Landsberg-Velen und Gemen.
Hagenstiege  
Hammacherstraße Johann Hammacher war früher Hofprediger des Bischofs Wilhelm II. von Kettler (1553 – 1557) gewesen und kam im Jahre 1580 oder 1581 nach Gemen. Aussagen verschiedener Zeitgenossen, vor allem eines Schulmeisters Christoph Mentropf, ferner eine Bemerkung in einem Verplichtungsschein der Stadt Borken an den Stiftsadministrator Johann Wilhelm von Jülich-Berg machen es wahrscheinlich, dass Hammacher der reformierten Kirche angehörte. Seine Lehre verkündigte er auch in Borken, das sich dieserhalb im Jahre 1584 „über den Gemener
Predikanten“ beim Bischof beschwerte.
Händelweg Georg Friedrich Händel (*23, Februar 1685 in Halle (Saale); † 14. April 1759 in London) war ein deutsch-englischer Komponist im Zeitalter der Aufklärung, der vor allem durch seine zahlreichen Opern und Oratorien zu großer Berühmtheit gelangte. Zu seinem Hauptwerk zählen rund 40 Opern und 25 Oratorien, darunter auch das Oratorium „Messiah“ (Der Messias) mit dem weltberühmten Halleluja-Chor. Händel hat in allen musikalischen Gattungen seiner Zeit Kompositionen hinterlassen.
Hans-Holbein-Weg Hans Holbein der Jüngere (* 1497 oder 1498 in Augsburg; † 29. November 1543 in London) war ein deutscher Maler. Auf einem Selbstbildnis, das er kurz vor seinem Tod malte, bezeichnet er sich selbst als Basler. Er zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Malern.
Hartbrooksweg  
Heidfeld  
Heinrich-Hertz-Straße Heinrich Rudolf Hertz, (* 22. Febraur 1857 in Hamburg; † 1. Januar 1894 in Bonn) war ein deutscher Physiker. Insbesondere aufgrund seiner Arbeiten zum experimentellen Nachweis elektromagnetischer Wellen gilt Hertz als einer der bedentendsten Physiker des 19. Jahrhunderts.
Hindemithweg Paul Hindemith (* 16. November 1895 in Hanau,† 28. Dezember 1983 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Bratschist und bedeutender Komponist der Moderne (Neue Musik).
Hohe Oststraße  
Holzplatz Aiuf dem Holzplatz (auch Niederste Freiheit genannt) lagerten die Gemener Handwerker – Schreiner, Holzschuh-und Stuhlmacher – ihr zur weiteren Verarbeitung benötigtes Holz. Schon in der Zeichnung von Dr. Georg Rave aus dem Jahre 1639 war dieser Platz bereits beiderseitig bebaut. Die durchgehende Straße führte vom Schloß über die „Oberste Freiheit“ durch die °Niederste Freiheit“
über eine Aabrücke Richtung Borken. Eine weitere Verbindung gab es hier zur Neuen Mühle in Gemenwirthe und nach Weseke. Die Niederste Freiheit bildete mit der Obersten Freiheit (heute Freiheit) einen eigenen Gerichtsbezirk.
Hook Wohnbebauung rund um einen Stichweg, eine der ältesten Wohnbereiche in Gemen nach Freiheit und Holzplatz, im Volksmund auch als „Großer Hook“ bezeichnet im Gegensatz zum „Kleinen Hook“ im Holzplatzbereich
Horneburgweg Von 1446 bis 1576 war das Vest Recklinghausen im Pfandbesitz der Edelherren von Gemen, seit 1492 der Grafen von Holstein-Schaumburg. Ursache dieser Pfandschaft war die große Geldnot des Erzbischofes von Köln, Dietrich von Moers, der das Vest mit allen seinen Leuten, Herrlichkeiten, Gerichte und Rechten, Renten und Diensten für 17.500 rheinische Goldgulden an Johann II. von Gemen übertrug. Hierzu gehörte auch das Schloß Horneburg.
Humperdinckweg Engelbert Humperdinck (* 1. September 1854 in Siegburg; † 27. September 1921 ) in Neustrelitz war ein deutscher Komponist der Spätromantik.
Mathias Humperdinck (1788-1830) der Sohn vom Landsbergischen Rentmeister Johann Heinrich Humperdinck, der 1744 in Vreden geboren wurde, heiratete am 31.1.1815 in Gemen Juliane Pöpping. Die Schwester Maria-Anna (1779-1844) heiratete den gräflich Limburg-Styrumschen Richter und Rentmeister zu Gemen und Raesfeld Dr. jur. Friedrich Ruland (1776-1809). Der Sohn von Bruder Engelbert – Gustav Humperdinck (1823-1902) ist der Vater des bekannten Komponisten Engelbert Humperdinck (1854-1921). Matthias, ebenfalls Rentmeister beim Reichsfreiherrn Ignatz von Landsberg-Velen hat 1828 die Ablöseverträge mit Gerhard Schulze Müggenborg abgeschlossen.
Johann-Strauß-Weg Johann Baptist Strauß (Sohn) (* 25. Oktober 1825 in St. Ulrich bei Wien, heute ein Teil von Wien-Neubau; † 3. Juni 1899 in Wien) war ein österreichischer Kapellmeister und Komponist.
Joseph-Haydn-Straße Joseph Haydn (* 31. März 1732 in Rohrau, Niederösterreich; † 31. Mai 1809 in Wien) war ein führender österreichischer Komponist der Wiener Klassik. Haydn verbrachte den größten Teil seiner Karriere als Hofmusiker und leitete das Orchester und die Oper der wohlhabenden Familie Esterhazy auf deren Landsitz, für die er die Musikk zu komponieren hatte.
Kalmanweg Emmerich Kalman, eigentlich Imre Koppstein (* 24. Oktober 1882 in Siofok, † 30. Oktober 1953 in Paris) war ein ungarischer Komponist. Er schrieb vornehmlich Operetten.
Käthe-Kollwitz-Weg Käthe Kollwitz (geb. Schmidt, * 8. Juli 1867 in Königsberg in Preußen, † 22. April 1945 in Moritzburg bei Dresden) zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen und Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sie entwickelte trotz schwieriger Lebensumstände mit ihren ernsten Lithografien, Radierungen, Kupferstichen und Holzschnitten einen zeitlosen Kunststil und war zeitweilig auch als Bildhauerin tätig.
Kreuzberg In der Nähe dieser Straße liegt der Beckenberg – auch Kreuzberg genannt. Daher die Namensgebung.
Beckenberg: Großer künstlich aufgeschütteter Hügel von ca. 30 m Durchmesser und 4-5 m Höhe, mit einem Kreuz und sehr alter Eiche auf der Kuppe. Erste historische Erwähnung des Hügels 1521 als "Berg Kalvarien" im Zusammenhang mit dem Borkener Leprosenhaus. Als Kalvarienberg aber sicher sehr viel älter. Das heutige mehrfach restaurierte Kreuz wurde von den Johannitern errichtet. Der
Beckenberg wurde nach 1955 zu seinem heutigen Zustand wiederhergerichtet.
Der Beckenberg wie auch das angesprochene Leprosenhaus liegen auf dem Gebiet des Stadtteils Borken.
Krückling  
Krummenkamp Der Name Krummenkamp ist eine alte Flurbezeichnung: In dem uns vorliegenden Ablösevertrag zwischen dem Grafen Landsberg-Velen und dem bisherigen Pächter Gerhard Schulze Müggenborg vom 24. September 1828 wird eine Flächenparzelle als „Krummenkamp“ bezeichnet. Diese Fläche hatte eine Größe von 1,30 Hektar. Insgesamt hatte der Hof Müggenborg eine Größe von 86 Hektar.
1875 verkaufte die kinderlose Witwe Maria Adelheid Schulze Müggenborg den Hof für 57.000 Mark an den Grafen von Landsberg-Velen und Gemen.
An diesem Weg befindet sich auch das Kriegerdenkmal des Schützenvereins Gemenkrückling-Feldmark.
Krüppelbusch Dieser Weg führt durch den Krüppelbusch zu einer Einzelbebauung. In dem Kaufvertrag zwischen der Witwe Schulze Müggenborg und dem Grafen von Landsberg-Velen und Gemen und in weiteren alten Karten wird dieses Waldgelände als Knüppelbusch bezeichnet.
Zweck der Bebauung war ursprünglich eine Hühnerfarm der Landsberg´schen Verwaltung. Zu Beginn der NS-Zeit 1935 (Einweihung) wurde hier das „Landjahrlager Müggenborg“ eingerichtet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Lager als Wohnungen für ausgebombte Mitbürger genutzt, heute ist dort eine private Wohnnutzung.
Landwehr Borkener Stadtlandwehr des 14. Jahrh., erhaltene Gesamtlänge ca. 250 m, davon im nordwestlichen Teil ca. 100 m mit 4 Parallelwällen in einer Gesamtbreite von 20 m, im südöstlichen ca. 250 m langen Teil mit einem einfachen Wall in einer Breite von 6 m angelegt. Die erhaltene Höhe der Wälle liegt zwischen 0,20 m und 0,80m.Zustand:Wälle und Gräben der Landwehr sind stark verflacht, aber noch gut erkennbar. Dieser Abschnitt ist der letzte zusammenhängende Rest der um
1357 angelegten Borkener Stadtlandwehr.
Langenkamp  
Langestück  
Leetstegge  
Leharstraße Franz Lehar (* 30. April 1870 in Komorn, damals Österreich-Ungarn, heute Komarno Slowakische Rep.; † 24. Oktober 1948 in Bad Ischl, Österreich) war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft.
Lesings Busch  
Limburg-Styrum-Straße Am 15. November 1640 stirbt Otto von Schaumburg. Mit ihm ist das Haus Schaumburg im Mannesstamm ausgestorben. Über die Schwester seiner Mutter, der Äbtissin von Vreden, Agnes Gräfin von Limburg-Styrum kommt die Herrschaft an das Haus Limburg-Styrum. Gräfin Agnes schenkt ihrem Neffen Hermann Otto Graf von Limburg-Styrum die Herrschaft Gemen. Hermann Otto I. wurde am 3. September 1592 geboren und starb am 17. Oktober 1644, beerdigt wurde er in
der Kirche zu Borculo in Holland.
Linnenweg Im Jahre 1857 errichtete Ludwig Bernhard (L.B.) Lühl an der Markstiege eine mechanische Fabrik für Webwaren. Es wurde überwiegend hier Leinen hergestellt. Der plattdeutsche Ausdruck für Leinen ist „Linnen“.
Lise-Meitner-Straße Lise Meitner (* 17. November 1878 in Wien; † 27. Oktober 1968 in Cambridge) war eine österreichisch-schwedische Kernphysikerin. Unter anderem lieferte sie im Januar 1939 zusammen mit Otto Robert Frisch die erste physikalisch-theoretische Erlärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten.
An dieser Straße liegt ein Regenrückhaltebecken, dort auf dem Gelände befindet sich eine Luftmess-Station des Landes-Umweltamtes. Die Ergebnisse können laufend im Internet abgefragt werden.
Lortzingweg Gustav Albert Lortzing (* 23. Oktober 1801 in Berlin; † 21. Januar 1851 ebenda) war ein deutscher Komponist, Librettist, Schauspieler, Sänger und Dirigent. Er gilt als Hauptrepräsentant der deutschen Spieloper, einer deutschsprachigen Variante der Ope´ra comique.
Lucas-Cranach-Straße Lucas Cranach der Ältere (* 1472 in Kronach, Oberfranken, † 16. Okktober 1553 in Weimar) war einer der bedentensten deutschen Maler und Grafiker der Renaissance.
Ludwig-Richter-Weg Adrian Ludwig Richter (* 28. September 1803 in Dresden, † 19. Juni 1884 in Dresden) war ein bedeutender Maler und Zeichner der deutschen Romantik, aber auch des Biedermeier.
Ludwig-Weber-Weg Prof. Ludwig Weber (* 13.10. 1891 in Nürnberg, † Juni 1947 – beerdigt auf dem katholischen Friedhof in Gemen) war Mitbegründer der Folkwang-Hochschule in Essen für Musik und Komponist kirchlicher Musik, er lebte von Mai 1946 bis Juni 1947 in Gemen auf der Jugendburg. Dort befindet sich auch eine Bronzebüste von Ludwig Richter.
Seine Grabplatte auf dem Friedhof in Gemen wird von folgendem Spruch umrandet:
„Lass die Wurzeln unseres Handelns Liebe sein.“
Ein kleiner schriftlicher Nachlass von Ludwig Weber befindet sich im Archiv des Heimatvereins.
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